Goury, Kap La Hague

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Der Gemeindekreis von Auderville liegt an der Landspitze von La Hague, an der der Raz Blanchard entlang fließt,  einer der stärksten Gezeitenströme der Welt. Er verdankt seinen Namen der weißen Farbe seiner Schaumkappen, die sich aufgrund der schnellen Fließbewegung durch die starken Strömungen und der großen Tiefe zwischen dem Cap de la Hague und den Kanalinseln bilden. Diese Strömungen, die bei hohem Wellengang eine Geschwindigkeit von bis zu 10 Knoten erreichen können, sind die stärksten in Europa und machen so die Navigation äußerst schwierig.  

Goury und sein Leuchtturm sowie die so charakteristischen kleinen Mäuerchen verleihen La Hague den Namen „Kleines Irland“,  ohne das Kreuz zu vergessen, das in Gedenken an den Untergang der Vendémiaire aufgestellt wurde.

DER LEUCHTTURM VON GOURY 

Im Jahr 1823 sanken in nur einem Jahr 27 Schiffe in dem Seegebiet. Kurze Zeit danach wurde der Bau eines Leuchtturms angedacht. Der Bau begann im Jahr 1834 und benötigte während der drei darauffolgenden Jahre sehr viele Arbeitskräfte. Im Jahr 1837 wurde der Bau des Granitturms abgeschlossen. Mit 48 m Höhe dient er als Stütze für eine Laterne, die mit sehr leistungsstarken Leuchtlinsen ausgestattet ist. Diese Laterne hat eine Reichweite von bis zu 25 km, und bewegt sich kontinuierlich in einem Taktrhythmus von jeweils 5 Sekunden. Bis zum Jahr 1971 wurde Benzin als Kraftstoff verwendet. Heute erzeugt eine Windkraftanlage den Strom. Zu Anfang des Jahrhunderts wurde ein Nebelhorn hinzugefügt. 1940 wurde der Leuchtturm von den Deutschen besetzt. Er war bis zum 1. Juli 1944, dem Tag seiner Befreiung, abgeschaltet.

DIE RETTUNGSSTATION (SNSM) 

Die Inbetriebnahme des Leuchtturms hat die Risiken verringert und dennoch kam es noch häufig zu Schiffbrüchen. Eine zentrale Schiffbruchgesellschaft mit dem Namen „Société Centrale des Naufragés“ ergriff 1865 die Initiative und stattete die gesamten Küsten Frankreichs mit Interventionsmitteln aus. Im Jahr 1870 wurde ein Rettungsboot im Hafen von Goury stationiert. Eine Schutzstation wurde 1878 gebaut (gegenwärtig befindet sich dort dasTourismusbüro). Im Jahr 1928 wurde das Rettungsruderboot durch ein Motorboot ersetzt. Zu diesem Zweck wurde eine achteckige Schutzstation gebaut.

 

Diese ermöglicht den Stapellauf in zwei verschiedene Richtungen: eine, die in das Innere des Hafens führt und die andere, die von dem Hafen nach außen führt. Das Boot dreht sich im Inneren der Schutzhütte auf einer Drehbühne mit Laufrollen. Gestützt von einem Schlitten, wird es auf die ins das Wasser führende Schienen herabgelassen.

 

Die Mona Rigolet, nach dem Namen ihres bedeutendsten Geldgebers benannt, hat 1990 ihren Platz in der neuen Schutzstation eingenommen. Dieses neue Rettungsboot, mit einer Länge von 17,60 m, ist mit zwei 350CV Motoren ausgestattet und 18 Knoten schnell.

Auderville besteht, wie alle Gemeindekreise von La Hague, aus verstreuten Dörfern, insbesondere dem entzückenden, prämierten Dorf  La Roche.

Beim Durchfahren des Weilers von Laye sieht man das grandiose Panorama der Bucht von Ecalgrain.

Sehen Sie hier die Webcam von Goury